Nachruf: Prof. Dr. Silvia Stau-Bernasconi
Im Juli 2026 ist Silvia Staub-Bernasconi im Alter von 90 Jahren in ihrer Heimatstadt Zürich verstorben. Sie gilt als eine der größten Theorieentwicklerinnen der Sozialen Arbeit, der es in ihrem unermüdlichen Wirken stets um die Herstellung sozialer Gerechtigkeit ging. Dabei stand für sie über fünf Jahrzehnte hinweg die Entwicklung der Sozialen Arbeit als eine eigenständige Handlungswissenschaft sowie die Entwicklung der Profession im Sinne einer Menschenrechtsprofession im Vordergrund. Entsprechend breit legte sie die wissenschaftliche Gegenstandsbestimmung an, die sie in der reflexiven, theoriefundierten sowie stets handlungsbezogenen Bearbeitung sozialer Probleme sah.
Wir sind dankbar, dass Silvia Staub-Bernasconi im Jahr 2019 unserer Einladung zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch folgte und dass wir mit ihr ein Interview führen durften, an das wir uns gerne erinnern. Sie gab uns einen Einblick in ihre Sicht einer zu entwickelnde Wissenschaft Soziale Arbeit und in die für Sie entscheidenden Hintergründe. Mit der Entwicklung der Sozialen Arbeit als wissenschaftliche Disziplin war aus ihrer Sicht ein umfassendes Transformationsprogramm von Theorie, Praxis und auch Ausbildung verbunden. Staub-Bernasconis Wirken hat sowohl in der Theoriebildung, der Forschung sowie der Entwicklung von Studiengängen in der Sozialen Arbeit Spuren hinterlassen. Der Fachdiskurs wird hiervon auch zukünftig profitieren können.
Um unseren Nutzer*innen ein besonderes Highlight zu bieten, ließen wir eine Suchfunktion programmieren, die es den Nutzer*innen ermöglicht, die Inhalte aller Videos nach Stichwörtern zu durchsuchen. Ähnlich einer schriftlichen Enzyklopädie lassen sich somit verschiedene Theorien miteinander vergleichen und nach bestimmten Themen filtern. Ebenso wurden alle Videos transkribiert, sodass das gesamte Interview auch gelesen werden kann. Falls Sie Probleme bei der Verwendung haben, klicken Sie oben auf den Reiter “Erste Hilfe bei Problemen”.
Zu guter Letzt bedanken wir uns natürlich bei unseren Interviewpartner*innen, die bereit waren, mit uns dieses Projekt zu realisieren. Es war für uns sowohl eine große Ehre und Freude. Vielen Dank.
Darüber hinaus möchten wir uns bei den Projektbeteiligten bedanken:
Zunächst gilt der Dank Frau Lisa Jungkamp und Marion Nettels, die sich um die gesamte Organisation und Kommunikation mit den Interviewpartner*innen kümmerte.
Ein weiterer Dank gilt dem Digital Learning and Services Center der katho NRW, welches die Produktion ermöglichte.
Unser abschließender Dank geht an die Katholische Hochschule NRW, die uns die Möglichkeit gab, dieses einmalige Projekt durchzuführen. Vielen Dank.
Martin Klein und Helmut Lambers